
Wichtig ist die Stimmung, die besteht zwischen Mitte und Rand, in vielerlei Hinsicht. Ich denke zum Beispiel an die Sehnsucht vieler Menschen nach einer lebendigen Mitte, die wie eine Quelle ist: Sie sprudelt und fliesst und erfrischt mich dabei, ich bekomme neue Lebenslust. In dieser Mitte bin ich geborgen, zu Hause, wenn auch nur für kurze Zeit. Von dieser Mitte aus entsteht ein Koordinatennetz, nach dem ich dem ich meine Werte und Ziele ausrichte. Manchmal kann ich diese Mitte ansprechen, manchmal ist da nur Ungewissheit. Dann dränt es mich hinaus an den Rand, an die Grenze, wo Unbekanntes lockt, aber auch die Konfrontation mit Verdrängtem und Dunklem stattfindet.
Mitte und Rand sind zwei verschiedene Orte. Ich will mich nicht an einen einzigen zurückziehen. ich freue mich am Trampelpfad, hin und her. Zugegeben in «Herzmitte und Randnähe» steckt auch die Sehnsucht nach Ganzheit nach dem Himmel auf Erden