Johann Beer - Jungfer-Hobel

Artikel-Nr.: 7182651
  • Autor: Johann Beer
  • Verlag: Insel Frankfurt am Main
  • Zustand: Gut
  • Sprache: Deutsch
  • Art: Gebunden
  • Anzahl Seiten: 95
  • Jahrgang: 1968

  • Zustandsbeschreibung:

    Rücken gebleicht und Kante hinten mit Klebestreifen, Rückenecken minim beschabt, Buchbund minim schief

SFr. 7.00
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Beschreibung

In Frakturschrift (Grosser Druck)

Insel-Bücherei Nr. 878, 16. - 20. Tausend

Der neu ausgefertigte Jungfer-Hobel - Eine Erzählung

Textrevision und Nachwort von Eberhard Haufe. Mit Anmerkungen und Worterklärungen

Leseprobe: Allen den Jungfern, so sich hierinnen getroffen finden, verehrt der Autor sein Buch mit einem tierfen Reverenz.

Mit dieser Schrift, o ihr Getroffene, verehre ich euch zugleich eine Schere, eure Nägel zu beschneiden, damit ich desto weniger von euch gekratzet werde. Aber wenn ihr den Nutzen beobachtet, der euch aus dergleichen Vermahnungen zufliesset, werdet ihr kein Ursach haben, wider mich eure sonst subtile Finger in Klauen zu verwandeln, wie ihr sonsten wider die zu tun meisterlich gewohnt seid, von welchen ihr verhöhnt werdet. Ihr werdet, so ihr anders glaubt, dass dieses eine Durchhechlung sei, über meinem Beginnen nicht zürnen; denn weil ihr eure Durchhechlungen, so ihr den Leuten insgeheime antut, vor gute Werke aestimieret, verhoffe ich euch nachfolget und ebenso wenig als ihr Böses getan zu haben. Solchergestalten muss man euch mit euren eigenen Waffen überwinden, weil ihr sonsten mit keinem andern Gewehre leichtlich über Haufen könnet geworfen werden. Wenn mir eure Unbeständigkeit nicht allzu bekannt wäre, hätte ich diese Vorrede etwas weitschweifiger ausgebreitet...