Ihre Geschichte im SPiegel der gemeinnützig-vaterländischen Sozietätsbewegung des 18./19. Jahrhunderts
Separatdruck aus: St.Galler Kultur und Geschichte, Band 14
Die vorliegende Arbeit bildet eine Vertiefung jener früheren, längst vergriffenen Schrift und stellt die St.Gallisch-Appenzellische Institution in den geschichtlichen Zusammenhang mit der gemeinnützig-vaterländischen Sozietätsbewegung des 18./19. Jahrhunderts, in welche Zeitepoche das Gedankengut der Aufklärung und des Frühliberalismus sich als wegleitende Kraft erwies. Die mannigfachen Probleme sozialer, gesellschaftlicher, pädagogischer, volkswirtschaftlicher, industrieller, naturwissenschaftlicher und technischer Natur, die es zu lösen galt, bewegten die Mitglieder dieser Sozietäten in besonderer Weise. Sie verstanden sich als Eliten, die sich verantwortlich fühlten, die drängenden Fragen der Zeit in freundschaftlich verbundenen Kreisen zu erörtern, sie durch analystische Untersuchungen und Statistiken zu klären und daraus Anregungen, Lösungsvorschläge und Zielsetzungen abzuleiten. Überdies dienten die erarbeiteten Ergebnisse den massgebenden Behörden mitunter als wertvolle Grundalgen für die ihnen aufgetragene Bewältigung anstehender Probleme.