
Am Beispiel des Buddhismus und des Konfuzianismus untersucht die Autorin die Sozialisation der Frau durch ideologische und religiöse Beeinflussung. Der Konfuzianismus als Verhaltensnorm und der Buddhismus als Religion des Leidens haben das Bild der Frau und ihre soziale Stellung stark geprägt. Wie überall in einer patriarchalen Gesellschaft hat die Frau weder einen Namen nich eine eigenen Sprache. Der Prozess der Vernicht(s)ung setzt aber eine Zeit voraus, in der sich die Frau als Ganzes fühlte - in einer matriarchalen Gesellschaft. Die patriarchale Reduktion der Frau in Mutter und Hure, Hexe und Heilige findet sich auch im Buddhismus und Konfuzianismus wieder. Durch eine Sozialisation der Frau wird die "naturgegebene" Überlegenheit der Männer und die "naturgegebene" Minderwertigkeit der Frauen propagiert. Während der Konfuzianismus ein dogmatisches Wertesystem der Geschlechterrollen liefert, bestärkt der Buddhismus nicht nur eine Minderwertigkeit der Frau, sondern impft ihr diese mir moralischen Glaubenssätzen ein: Mit ihrem minderwertigen weichlichen Wesen stehe es schlecht, ausser sie benimmt sich fügsam und sittengerecht, um durch ein gutes Karma ein besseres (männliches) Leben in der Wiedergeburt zu erhoffen: Kinder, Küche, Karma.