
In diesem faszinierenden religionsgeschichtlichen Essay diskutiert Hubertus Lutterbach mittelalterliche Wurzeln moderner Totenrituale für Päpste und Idole. Im Mittelpunkt steht dabei die Gestalt des "Gottesmenschen". Ausgehend von den Medienereignissen um den Tod von Papst Johannes Paul ll. untersucht der Autor, welche Verehrungs und Heiligsprechungsformen seit dem Mittelalter das Bewusstsein der Menschen bestimmen. Wann wird ein Mensch als Heiliger, als vorbildlich für alle betrachtet? Welche Eigenschaften schreiben wir den Heiligen zu und warum? In der Spurensuche nach der medialen Vermittlung und religionsgeschichtlichen Bewertung kommt die Studie zu erstaunlichen Ereignissen.