
In Frakturschrift
Lebens-Bilder von Margaretha Spörlin
Leseprobe aus dem Vorwort:
Das vorliegende, hübsche Buch, das ich mit einigen Worten einführen soll, kommt vielfach gehegten und geäusserten Wünschen entgegen. Sein Inhalt ist ja freilich kein neu entstanderner. Schon seit einer Reihe von Jahren sind, wenigstens im Elsass und seinen Nachbarländern, die lieblichen Erzählungen bekannt, aus denen es sich zusammensetzt. Aber nur als vereinzelte und zerstreute war sie bisher, von der Strassburger Traktatgesellschaft herausgegeben, vorhanden, und liessen so das doppelte vermissen: eimal den stätigen, zum Aufbewahren und Wiederlesen einladenen Charakter, den das eigentliche Buch vor dem kleinen flüchtigen Traktatbüchlein voraus hat, und zum Andern das Hervortreten des feinen innern Zusammenhanges, der alle diese Erzählungen unter sich verknpüft, und einen ihrer eigenthümlichsten, anregendsten Reize ausmacht.
Der Kaisersberger Doktor
und
der kleine Matthis:
Es war am Ende der achtziger Jahre des fünfzehnten Jahrhunderts, am letzten Samstage der Fastnachtzeit, als sämmtliche Einwohner von Kaisersberg sich in ungewöhnlicher Aufregung befanden...