
Seit Robinson vor zwei Jahren New York zum ersten Mal sah, hat er nicht aufgehört, die Stadt zu zeichnen, an manchem Blatt monatelang. New York hätte für ihn erfunden werden müssen, wenn es nicht schon da wäre. So sehr passt seine Handschrift der Metropole auf den steinern Leib. Dass man stundenlang in den Blättern spazierengehen kann, darf jedoch nicht verführen. Robinson will keine blosse reportage. Die Zahl der Fenster an den Wolkenkratzern stimmt nirgends. Auch die Karikatur reizt ihn kaum, so sehr sein Strich diese Einschätzung nahelegen mag. Er sucht die Ordnungen hinter der Vielfalt, eine lesbare Formel für New York - vielleicht für das Phänomen Grossstadt überhaupt.