
Kader, Sohn algerischer Einwanderer, hat Pläne, will sich vom kleinen Strassendealer hocharbeiten, doch er wird auf offener Strasse vom Mitglied einer rivalisierenden Gang erschossen. Yamina ist Sozialarbeiterin, sie kämpfte gegen Rassismus und will mit aller Kraft verhindern, dass ihr eigener Sohn in die Kriminalität abgleitet. Jean-Claude Gaudin, seit über zwanzig Jahren Bürgermeister, pflegt seine jovialfromme Fassade und bestätigt sich dahinter als politischer Strippenzieher.
Sie alle sind Teil von Marseille, einer Stadt der Parallelgesellschaften, ein Mikrokosmos der Konflikte, die Europa bewegen. Philippe Pujol führt uns mitten hinein - in einer dichten, flirrenden und alamierenden Reportage von enormer literarischer Kraft und politischer Brisanz.