In Frakturschrift
Insel-Bücherei Nr. 200, 41. - 45. Tausend
Die grossen Mächte
Herausgegeben und mit einer Einführung von Friedrich Meinecke
Leseprobe: (Seite 15, Anfang)
Mit Studien und Lektüre verhält es sich nicht anders als mit den Wahrnehmungen einer Reise, ja mit den Ereignissen des Lebens selbst. So sehr uns das einzelne anziehen und fördern mag, indem wir es geniessen, so tritt es doch mit der Zeit in den Hinergrund zurück, verwischt sich, verschwindet; nur die grossen Eindrücke, die wir auf einer oder der anderen Stelle empfinden, die Gesamtanschauungen, die sich uns unwillkürlich oder durch besonders aufmerksame Beobachtungen ergaben, bleiben übrig und vermehren die Summe unseres geistigen Besitzes. Die vornehmsten Momente des genossenen Daseins treten in der Erinnerung zusammen und machen ihren lebendigen Inhalt aus.