
Mit dem vorliegenden Buch gibt der Autor, Pionier der Großgruppenpsychotherapie, Rechenschaft über seine ethischen Grundlagen, die wegleitetend für seine psychotherapeutische Arbeit sind. Mit dieser Fragestellung füllt er nicht nur eine Lücke, die allgemein in unserer Kultur klafft, sondern behandelt auch eine Thematik die von Psychotherapeuten kaum reflektiert wird. Dabei verfällt Rattner nicht in religiöse Mystik, wie dies heute gern geschieht, um als Heilmittel gegen den allgemein beklagten Mangel an moralischer Haltung die Religion wiederzubeleben. Man muß nicht auf Religion zurückgreifen, gibt es doch reichhaltige Anregung in den Texten der philosophischen Ethik.