
Das Buch „Religion und Kunst im alten Tibet“ von Blanche Christine Olschak bietet eine prägnante, aber tiefgehende Darstellung der religiösen und künstlerischen Kultur des alten Tibet. Hier ist eine kurze Zusammenfassung:
Olschak beschreibt die enge Verbindung zwischen Religion und Kunst in Tibet, wo der Buddhismus nicht nur das spirituelle, sondern auch das künstlerische Leben prägte. Sie beleuchtet die Entwicklung des tibetischen Buddhismus, die Rolle der Klöster und Lamas sowie die Verbreitung tantrischer und magischer Praktiken. Einen Schwerpunkt legt sie auf die symbolische Bedeutung von Statuen, Mandalas, Wandmalereien und Thangkas (Rollbilder), die als Ausdruck religiöser Vorstellungen und als Mittel der Meditation dienten.
Die Autorin erklärt die Ikonografie der Götter- und Dämonenwelt und die rituelle Funktion von Kunstgegenständen. Sie geht auch auf den Einfluss Indiens, Chinas und Nepals auf die tibetische Kunst ein und betont die Eigenständigkeit der tibetischen Stilformen.
Das Buch ist reich bebildert und bietet einen guten Überblick über das Zusammenspiel von Glauben und künstlerischem Schaffen im alten Tibet. Es richtet sich sowohl an Fachleute als auch an Laien, die sich für tibetische Kultur interessieren.