Wir stehen inmitten des Kosmos von Figuren des Werner Ignaz Jans. Es ist eine eigene aber eine ganze Welt, die uns umfängt. Die Figuren verbinden sich mit uns, die wir hier versammelt sind. Sie sind unseres-, und wir ihresgleichen. Werner Jans ist ein unentwegter Sucher. Er ist auf der Suche nach einem Menschenbild. Mit seinem Denken und Fühlen, mit seinen künstlerischen, bildnerischen Mitteln umkreist er existentielle Grunderfahrungen, erkundet er Standorte, die Halt geben im Ungesicherten, Gefährdeten. Es ist nicht Streben nach Harmonie, das ihn umtreibt, gar nach Idealität oder Überhöhung. Das sind Ziele, die uns abhanden gekommen sind - unwiederbringlich. Vermessen fast, heute solches wagen zu wollen. Nein, daraufhinaus will dieses geistige uns künstlerische Streben nicht. Es will nur verstehen, es will begreifen und mit mit den Mitteln der Plastik auch begreifbar machen. Es sucht im Umgetriebenen einen Halt, wie wir letzlich auch. Es sucht, zu sich selbst zu kommen und, in glücklichen Momenten vielleicht, eine Ganzheit, ein gelöstes, in sich ruhendes Selbstverständnis. Klingt Ihnen das zu abstrakt? Dann sehen Sie sich um! Schauen sie sich die Schöpfungen des Werner Jans einmal an: diese ausgesetzten, unsteten, tastenden Menschen, unbehaust meist, ungeborgen, prekär positioniert auch ihren Sockeln, irgendwie aus Lot gebracht, "verückt", vielfach gar kopflos.