
Über den Maler Petrascu schrieb einmal Lionello Venturi, er sein mit der Gabe ausgestattet, die Wirklichkeit zu ergründen, die verborgensten malerischen Motive zu entdecken und ihnen eine starke persönliche Prägung zu verleihen. In der Tat, Petrascu hat eine ihm eigene Ausdrucksweise, seine Technik wirkt kraftvoll und deutet eine gediegene meisterhafte Arbeit an, und der von ihm verwendete, glänzende Werkstoff besitzt die Konsistenz der Edelsteine. Seine der Wirklichkeit entnommenen Themen sind mannigfaltig - Seestücke, Stilleben, Blumen, Kompositionen -, doch sind sie alle mit der gleichen Meisterschaft gestaltet, in allen offenbart sich die gleiche Natürlichkeit der Darstellung. Akademiemitglied G. Oprescu, der Verfasser der diesem grossen Maler aus der ersten Hälfte unseres Jahrhunderts gewidmeten Monographie, charakterisiert das Wekt des Künstlers in folgenden Worten: "Es gibt auf keinem seiner Bilder eine Stelle, bei der man nicht spüren würde, dass jeder einzelne Pinselstrich überlegt und notwendig ist und dadurch entscheiden beiträgt zur Wiedergabe des Inhalts."