
Die Dokumentation beweist, dass entgegen der bisher vorherrschenden Ansicht eine kleine jüdische Gemeinde in Singen gegeben hat. Anhand vorliegenden Quellenmaterial und von Schilderungen der aus Singen vertriebenen Juden erfährt der Leser die furchtbaren Schicksale der zum Teil bis Ende der dreissiger Jahre hier ansässigen jüdischen Familien. Beschrieben wird ferner die Entwicklung des jüdischen Geschäftslebens, das durch das Dritte Reich jäh zerstört wurde. Die Deportation der Hegauer Juden sowie Flucht und Verfolgung von Juden, welche Singen als Durchgangsstation in die Schweiz wählten, bilden ein weiteres Thema des Werkes. Die Dokumentation ist als Erinnerung an ein allzu schnell vergessenes Kapitel der Geschichte einer kleinen Stadt in Süddeutschland gedacht.