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Der Sachsenspiegel

738059
  • Illustrationen / Abbildungen: 32 mehrfarbige Tafeln
  • Verlag: Insel, Leipzig
  • Zustand: Gut
  • Sprache: Deutsch
  • Art: Gebunden
  • Anzahl Seiten: 31
  • Jahrgang: o.J.

  • Zustandsbeschreibung:

    Namenseintrag auf Titelseite, Seiten braunrandig, Einbandrückenkante hinten lose

SFr. 7.00
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Beschreibung

In Frakturschrift

Insel-Bücherei Nr. 347, [2] IB

Bilder aus der Heidelberger Handschrift

Eingeleitet und erläutert von Eberhard Freiherrn von Künssberg

Leseprobe: Vom Sachsenspiegel und seinen Bilder.

Untriuwe ist in der faze (im Hinterhalt),

gewalt vert uf der Straze,

fride unde reht sint sere wunt.

So klagte Walther von der Vogelweide, als er ein Zeitbild der deutschen Verhältnisse entwarf. Die Treue, ein Hauptstück des mittelalterlichen Rechts, wurde mehr besungen als gehalten. Von allen Kanzeln und Rathäusern wurden Gottesfrieden und Landfrieden verkündet. Aber je öfter der Friede beschworen und ausgerufen wurde, desto weniger war ihm - so scheint es - zu trauen.

Das Recht lebte fast ausschliesslich in mündlicher Überlieferung. Es war blosses Gewohnheitsrecht geworden und verfiel immer mehr der Zersplitterung, weil es nur in kleinen und kleinsten Kreisen gepflegt wurde. 

Wenn es auch nach bestem Wissen treu bewahrt und weitergegeben wurde, so stellte sich doch allenthalben Rechtsunsicherheit ein, und die Gefahr der Willkür war gross, soweit nicht volkstümliche Sprichwörter den Inhalt der Rechtsätze festhielten.