
Vor hundert Jahren gab es für junge Mädchen nur eine Perspektive: Heiraten, Kinder kriegen und einen Mann glücklich machen. Aus Neigung die höhere Schule zu besuchen, ein Studium aufzunehmen oder gar einen Beruf auszuüben, galt in den meisten Familien als verschwendete Zeit. Als die Familienernährer im Krieg blieben und Frauen deren Aufgaben übernehmen mussten, wurde eine gute Ausbildung plötzlich auch für Mädchen wichtig. In den Nachkriegsjahren gerieten diese Leistungen rasch in Vergessenheit und für die Frauen hieß es zurück zu ihrem angestammten Platz daheim am Herd. Erst mit der Emanzipationsbewegung in den 70er Jahren begannen sich die Strukturen zu verändern.