
Zehn Jahre im Dienste der Graphologie, der Seelenberatung, der Traumanalyse sind im Fluge vergangen. Tausende von Menschen kreuzten - einen Rat suchend, einen Ausweg ertastend - meine Bahn. Die einen kamen hoffnungsvoll und mit leuchtenden Augen; die anderen waren verzweifelt und hatten einen erloschenen Blick; die driteen zauderten in ihren Gesten wie in ihren Worten. Fast alle trugen einen Brief in der Hand, geschrieben von einem Menschen, von dem sie sich viel oder alles versprache oder vergebens erwartet hatten. Doch ausser den Briefen brachen sie meist auch die Darstellung eines Traumes mit, den sie gehabt hatten: einen lichten, fröhlichen oder grotesk unverständlichen Traum - oder aber bittere,, tragische Geschichte, die sie Nächte hindurch quälten.