In Frakturschrift
Insel-Bücherei Nr. 467
Die Beichte - Eine Novelle
Leseprobe: (Seite 9)
Am nächsten Morgen rüstete sich der Staatsanwalt mit den Gerichtspersonen zu dem Gange ins Schloss, um der Marquise ihre Verhaftung anzukündigen.
Er hatte in den frühen Morgenstunden durch beiläufige Unterhaltung mit den Leuten des Gutes und mit dem gewandten und gut gkleideten Dorfgeistlichen sich daüber unterrichtet, dass die Marquise nach den letzten Beisetztungsfeierlichkeiten still und zurückgezogen lebe, das sie sehr oft die Erbgruft besuche und Blumen an den Särgen niederlege - solche, noch kaum verwelkte, hatte man auch auf dem Steinboden der Gruft gefunden. Auch, dass sie Stunden im Park, in der Nähe des einst als Lufthäuschen gebauten alten Pavillons, mit religiösen Büchern zubringe. Selten einmal reite sie aus...