
Insel-Bücherei Nr. 210, 240. - 267. Tausend, [2] IB
Das Gericht des Meeres ist eine Erzählung von Gertrud von le Fort, erschienen 1943.
Die Bretonin Anne, von den christlichen Briten als Heidin angesehen, opfert sich, weil sie einen Mord nicht sühnen will.
Auf der Heimfahrt von der Normandie nach Cornwall gerät die Flotte des britischen Königs Johann mitten im Ärmelkanal in eine Flaute. Die Königin und der Prinz befinden sich an Bord des königlichen Schiffes. Der Prinz, ein Säugling, leidet an Schlaflosigkeit, verweigert die Nahrung und siecht dahin. In dieser hoffnungslosen Situation hat jemand den rettenden Einfall: Auf einem der Geleitschiffe befindet sich Anne de Vitré, eine junge bretonische Geisel. Die soll den Prinzen mit einem Schlummerlied in den Schlaf singen.