Elisabeth Schnack, die bekannte Übersetzerin und Vermittlerin englischer, irischer und amerikanischer Literatur, beginnt am 23.12. 1988 ihr neunzigstes Lebensjahr. Ihr langes und reiches Leben war bestimmt von einem stets wachen Interesse an der Welt ihrer Mitgeschöpfe, der bittersüssen Welt der wunderlichen Zweibeiner - bittersüss wie die Beeren des giftverdächtigen Nachtschattens. Nur der Titel ihres Erzählbandes deutet ihr Hobby an: das leidenschaftliche Interesse an der Welt der Pflanzen, das sich während ihres Lebens in China in eifrigem Botanisieren äusserte. Um einem Auftrag nachzu-kommen, suchte sie von einer zweihäusigen Pflanze, der Securinega, ein weibliches Exemplar. Davon angeregt, schliesst sie nun den Bahnd ihrer Erzählungen in einer Gleischsetzung des humanen und des floristischen Befundes, was sie zu einer science-fictionhaften Groteske über die Zweihäusigkeit des Menschen verführt. Doch von dieser Groteske abgesehen, handeln alle voraufgegangenen Geschichten von normalen Menschen und ihren bittersüssen Schicksalen - wo auch immer sie in Europa, Asien oder Amerika angesiedelt sein mögen.