Das Buch „Müller-Emil“ von Sabine Weder Arlitt, erschienen 1995 im Waser Verlag, ist eine umfassende Monografie über den Schweizer Künstler Müller-Emil (*1934 in Pfäffikon ZH). Es beleuchtet sein künstlerisches Schaffen, das sich durch eine intensive Auseinandersetzung mit Farbe und Form auszeichnet.
Die Publikation umfasst 166 Seiten mit zahlreichen farbigen Abbildungen seiner Werke. Neben einem einleitenden Essay von Sabine Weder Arlitt enthält das Buch auch einen poetischen Beitrag von Gottfried Honegger sowie eine Biografie und eine Werkübersicht von Martin Steiner. Der Text ist zweisprachig in Deutsch und Englisch verfasst, was die internationale Rezeption des Künstlers unterstützt.
Müller-Emil wird der „gegenstandslosen Kunst“ zugeordnet, wobei seine Arbeiten keineswegs inhaltsleer sind. Vielmehr steht die Farbe selbst im Mittelpunkt seines Schaffens. Durch den Einsatz von lasierenden Farbschichten und subtilen Farbnuancen schafft er Werke, die den Betrachter zu einer intensiven visuellen Auseinandersetzung einladen. Wie Sabine Weder Arlitt in ihrem Essay betont, gelingt es dem Künstler, „Grenzen, die das Gewahrwerden beeinträchtigen, aufzulösen und Grenzartiges […] in den Dienst des Gewahrwerdens zu stellen“.
Diese Monografie bietet nicht nur einen tiefen Einblick in das Werk von Müller-Emil, sondern reflektiert auch über die Rolle der Farbe in der modernen Kunst. Sie richtet sich an Kunstinteressierte, Sammler und Fachleute, die sich mit der Entwicklung der abstrakten Malerei in der Schweiz auseinandersetzen möchten.