Antiquariat, Einzelstücke
Jakob Schaffner - Festzeiten – Jakob Schaffner

Jakob Schaffner - Festzeiten

Autor
Jakob Schaffner
Verlag
J. L. Schrag, Nürnberg
Jahr
1927
Einband
Gebunden
Zustand
Gut

CHF 7.00

Beschreibung

Drei Novellen in Frakturschrift Die Brüder; ...Heinz hat beim Herumstreifen im Garten einen toten Schmetterling gefunden. Es ist noch nicht ganz Ostern und ein Shmetterling eine Seltenheit, vollends ein toter. Auch Paul weiss diesen Umstand zu würdigen, und der tote Schmetterling erhält jede Aufmerksamkeit, die er als ein vom Mysterium der Vergangenheit umwittertes Geschöpf beanspruchen kann. Das Christkind; Jeden Morgen punkt acht Uhr schreitet er den graugestrichenen Korridor des ersten Stockwerks im Finanzamt entlang, um zu seiner Tür vom Zimmer Nummer 21 zu gelangen. Dort eingetreten, macht er eine genau eingeübte Wendung nach links gegen den Kleiderständer, hängt seinen grünlichen, weichen Hut daran, stellt, ohne Lärm zu verursachen, seinen Stock in den Ständer, zieht den Mantel aus und hängt ihn stets an genau den gleichen Haken. Die Weihnachsgans; In einem kleinen Berliner Lebensmittelgeschäft hing eine Gans, eine gute, christliche, zwölfpfündige Gans, an der weiter nichts auffiel, als dass sie im dritten Kriegswinter eben da hing und eine wirkliche Gans war, die man kaufen und braten konnte, wenn man das Geld und die nötige Unverfrorenheit besass, sie unter den Augen aller Leute, die dazu und noch zu vielem anderen nicht in der Lage waren, käuflich an sich zu bringen.

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